Ein Blick in die Gänge des Kleisthauses im Jahr 2009: Im Hintergrund zwei große Holztüren. Zu beiden Seiten die großformatigen Fotografien von Gregor Strutz. Mittendrinn zwei junge Männer, die sich unterhalten. Neben dem rechten Mann steht ein Kinderwagen, der linke gestikuliert mit der Hand und zeigt auf ein Bild.
Wir schauen über die Schulter eines sehbehinderten Besuchers. Dieser steht mit dem Rücken zu uns vor drei großen Fotografien. Er richtet mit der Hand den Tag It-Guide auf die Bilder und lässt sich so die Inhalte der Fotos beschreiben.
Vor uns ein Seitengang der Ausstellung. An den Wänden die großformatigen Fotografien von Gregor Strutz. Darunter kleine Täfelchen mit großen schwarzen Punkten: die Markierungspunkte der Audio-Beschreibung der Ausstellung für Sehbehinderte und Blinde.

Die Wanderausstellung über die Lebenswege von Arild Röland und Terje Karlsrud verfolgt ein Ziel: Sehenden, Sehbehinderten und blinden Menschen ein gemeinsames Kunsterlebnis zu ermöglichen. 

Mit der konsequenten Verknüpfung sehr verschiedener Darbietungsformen in einer Ausstellung wird das Thema Barrierefreiheit zum eigentlichen Ausstellungsinhalt. "Andere Augen - eine Ausstellung über das Sehen" erzählt nicht nur in vielen Facetten die Freundschaft zwischen zwei mit Behinderung lebenden Norwegern und einem Deutschen. Sie schafft darüber hinaus ein Forum für gegenseitiges Verständnis von Menschen mit und ohne Handicap.

"Andere Augen - eine Ausstellung über das Sehen" ist als Fotoausstellung für Blinde und Sehbehinderte weitgehend zugänglich gestaltet. Ein Audio-Guide führt den Besucher durch die Räume und beschreibt die Momentaufnahmen aus dem täglichen Leben von Arild und Terje. Texte und Auszüge aus Interviews mit den Beiden sind den Bedürfnissen Sehbehinderter angepasst und stehen teilweise auch in Blindenschrift zur Verfügung. Die Fotografien werden zusätzlich als Handkatalog angeboten und können so auch von Nahem betrachtet werden.

Wenn Sie eine Idee haben, wo unsere Ausstellung auch in Ihrer Nähe gezeigt werden sollte - wir freuen uns über jeden Hinweis.

Das Konzept der Wanderausstellung finden Sie hier.